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Jutta Kill

Freiberuflich

Jutta Kill beschäftigt sich in ihren Recherchen, Analysen und Publikationen mit dem Spannungsfeld Konsum in Industrieländern und seinen Auswirkungen auf Lebensräume, insbesondere im globalen Süden. Seit nunmehr 20 Jahren dokumentiert sie die lokalen Auswirkungen von Projekten, die handelbare Emissionsgutschriften anbieten und Konsument*innen und Konzernen in Industriestaaten Klimaneutralität vorgaukeln. Ein wiederkehrendes Themenfeld in ihren Recherchen ist die Rolle von freiwilligen Zertifizierungsmechanismen, Emissionshandel und der ökonomischen Bewertung und Inwertsetzung von “Natur” in der sogenannten “Grünen Ökonomie. Wie werden diese Ansätze zu Instrumenten, die ökologisch ungleichen Handel erleichtern und soziale und ökologische Ungerechtigkeit zementieren?

Jutta Kill arbeitet seit 2013 freiberuflich als Beraterin und in Zusammenarbeit mit dem World Rainforest Movement. Von 1999 bis 2012 koordinierte sie Recherchen der Organisation Fern zur Rolle der EU im Bereich neue Ökonomie mit Natur und freiwillige Instrumente für Grünen Konsum. Von 1994 bis 1999 war Frau Kill Mitarbeiterin der Organisation urgewald.

6. Mai 2021
11:30 – 12:15 Uhr

Vortragssprache:
Deutsch

INTENSE SESSION

Mit Kompensationsgutschriften ins Klimachaos: Gefährliches Spiel mit Klimaneutralität und Versprechen von netto-Null CO2-Emissionen

Immer mehr Konzerne bieten angeblich klimaneutrale Produkte und Dienstleistungen an. Energieunternehmen von Shell bis Eni kündigen an, Emissionen bis 2050 auf “netto-Null” zu senken, wollen aber gleichzeitig die Gewinnung von fossilen Energieträgern sogar steigern. Ob Google, Microsoft, Allianz, Nestle oder BlackRock, sie alle setzen bei ihren Klimaneutralitätsversprechen nicht etwa auf den Ausstieg aus fossilen Energieträgern sondern auf den Handel mit Kompensationsgutschriften.